Was Sie über Styropor nicht gedacht hätten.

Die Notwendigkeit des Einsatzes von Dämmstoffen im Bauwesen ist unbestritten. Wärmedämmung ist ökonomisch wie ökologisch sinnvoll, schließlich wird durch die erzielte Energieeinsparung auch die Umwelt entlastet. Über Styropor kursieren jedoch viele Annahmen, die dieses Material fälschlicherweise als wenig umweltfreundlich einstufen. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall.

Für Styropor liegt seit 1994 eine umfassende „Lebenswegbilanz” vor, die sämtliche Aspekte von der Produktherstellung bis zur Entsorgung von Abfällen berücksichtigt und die im Vergleich zu anderen Dämmstoffen ganz hervorragend abschneidet.

Recycling von Styropor.

Schon die Herstellung von Styropor erfolgt unter sparsamstem Einsatz von Rohstoffen und Energie, wobei Abfälle sofort wieder den Produktionskreisläufen und unverschmutzte Produktionsabfälle oder Baustellenverschnitt dem Recycling zugeführt werden. Gemahlene Styropor-Abfälle dienen als wärmedämmender Leichtzuschlag für Beton, Mauerziegel, Mörtel und Putze. Auch die Herstellung von Recycling-Dämmplatten ist möglich. Darüber hinaus findet Styropor-Recycling-Granulat seit langem als Pflanzensubstrat und Bodenhilfsstoff zur Dränung, Bodenlockerung und Kompostierung Verwendung.

Entsorgung von Styropor.

Gebrauchtes Styropor kann in modernen Müllverbrennungsanlagen rückstandsfrei beseitigt werden. Aufgrund seines Heizwertes ersetzt es die sonst notwendige Stützfeuerung. Wenn eine Verbrennung nicht möglich ist, kann Styropor wie normaler Hausmüll problemlos auf geordneten Deponien abgelagert werden. Es gibt dort keine schädlichen Stoffe an die Luft, den Boden oder das Grundwasser ab.

Neben der Verarbeitung zu neuen Verpackungen werden von Flatz noch andere Möglichkeiten genutzt, Styropor bis zu 10 mal 100% stofflich wiederzuverwerten:

  • Verarbeitung zu Wärmedämmplatten
  • Verarbeitung zu Füllmaterial für Leichtbeton als Unterlagsböden
  • Positive biologische Nutzbarkeit als Granulat für Bodenauflockerung

Ein vollständig geschlossener Stoffkreislauf für die Styropor-Wirtschaft ist also Realität.

Verwertung von Styropor.

Konkurrenzlos vielfältig sind die Verwertungsmöglichkeiten von expandiertem Polystyrol/Styropor (EPS), extrudiertem Polystyrol (XPS) und kompaktem Polystyrol (PS). Ein in Kanada entwickeltes Verfahren ist in der Lage, Verunreinigungen, aber auch Farben, Gerüche, Graphit und vor allem HBCD aus dem Alt-Styropor zu entfernen. Die kanadischen Technologieführer planen acht Werke mit einer Leistung von je 20.000 bis 30.000 Tonnen pro Jahr in Europa.

In Terneuzen (Niederlande) wurde 2019 eine Demonstrationsanlage errichtet, die nicht nur verschmutzte Baustellenabfälle mit beispielsweise Putzanhaftungen verarbeitet, sondern auch Alt-Styropor mit dem Flammschutzmittel HBCD. Das im HBCD enthaltene wertvolle Brom wird zurückgewonnen und wiederverwendet. Auch dieses Recyclingkonzept trägt zu einer einhundertprozentigen Kreislaufwirtschaft bei und soll in anderen Ländern eingeführt werden.

Trennung Sammlung und Transport.

Für die Trennung von Verbundmaterialien stehen bereits erste Technologien zur Verfügung. So kommt z.B. „Powerbrush“ bei der Trennung von Flachdachplatten und Bitumenbahnen zur Anwendung.

Um den Transport von Alt-Styropor zum Recyclingwerk zu optimieren, wurden in der Zwischenzeit zwei Techniken entwickelt. Zum einen bieten sie die Möglichkeit, aus den Schaumstoffen Polystyrol-Briketts zu pressen, zum anderen können die Schaumstoffe vor Ort aufgelöst und die Lösung zum Werk transportiert werden. Die Sammlung und Lagerung von Polystyrol-Abfällen hat bereits begonnen; bis zum Produktionsstart sollen 500 Tonnen Polystyrol gelagert werden. Diese 100%ige Recyclingfähigkeit macht Styropor noch mehr zum Dämmstoff der Zukunft.

Detaillierte technische Informationen zu den neuen Recyclingverfahren erhalten Sie unter:

FAQs zu flapor.

Irrtümer über Styropor – und die Wahrheit.

Wahrheit:

Dämmen mit Luft! Ja, es stimmt, dass Erdöl der zentrale Ausgangsstoff für Styropor ist. Aber für seine Herstellung wird nur sehr wenig Rohstoff benötigt. Zum Beispiel beträgt der (nicht erneuerbare) Primärenergieinhalt von 1 m3 Styropor für die Fassadendämmung 435 kWh, jener von Kork für eine gleichwertige Fassadendämmung dagegen 720 kWh (Quelle: IBO) Warum das so ist? Styropor besteht zu 98 % aus Luft und zu 2 % aus Polystyrol, dem Zellgerüst. Styropor ist also voll mit dem natürlichsten Stoff unserer Welt: mit Luft.

Wahrheit:

Fenster auf! Experten sind sich einig: Durch eine fachgerecht ausgeführte, riss- und fugenfreie Außenwand findet so gut wie kein Austausch zwischen der Raumluft und der Außenluft statt. Unter diesem Gesichtspunkt unterscheiden sich Wände aus Baustoffen wie Holz und Ziegel nicht von Wänden aus Beton und Stahl. Der erforderliche Luftwechsel in Räumen erfolgt durch Lüftung über Fenster oder spezielle Lüftungseinrichtungen. Wände atmen nicht! Der Wasserdampfdiffusionswiderstand von Styropor entspricht dem von Holz.

Wahrheit:

Atmen Sie durch: Bei der Herstellung von Styropor werden treibmittelhaltige Polystyrol-Perlen mit Wasserdampf erhitzt und bis zum 50-fachen ihres ursprünglichen Volumens aufgebläht. Als Treibmittel dient ein niedrigsiedender Kohlenwasserstoff (Pentan), der auch in der Natur vielfach vorkommt. Pentan zählt nicht zu den Treibhausgasen und schädigt daher auch die Ozonschicht in der Stratosphäre nicht. Niemals wurden Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) oder HFCKW zur Herstellung von Styropor eingesetzt. Bei Styropor muss sich also niemand Sorgen um seine Atemluft machen.

Wahrheit:

Ganze Bienenvölker beweisen, dass Styropor unbedenklich ist. Styropor wird als Material für Bienenkörbe (sogenannte Beuten) eingesetzt. Die Bienen bevölkern den Korb gleichmäßig bis zu den Styroporwänden und fühlen sich überall wohl. Sie beginnen früher mit der Honigproduktion, was auf größere Vitalität und bessere Gesundheit schließen lässt. Der Instinkt der sensiblen Bienen würde es niemals zulassen, sich in einer ungesunden Umgebung aufzuhalten. Bienen handeln instinktiv richtig. Sie wissen, was ihnen gut tut.

Wahrheit:

Gut für den Boden: Styropor ist äußerst langlebig. Es fault, schimmelt und verrottet nicht. Sollte es trotzdem als Abfall oder Bauschutt auf einer Mülldeponie landen, so wirkt Styropor ausgesprochen positiv. Styropor sorgt für eine gute Durchlüftung und beschleunigt damit die Zersetzung des übrigen Mülls. Styropor ist grundwasserneutral und seit Jahrzehnten ein zugelassenes Material zur Auflockerung des Bodens.

Trotzdem, Styropor gehört nicht auf den Müll, denn die Möglichkeit einer mehrmaligen, 100%-igen stofflichen Wiederverwertung mit geringstem Energieaufwand ist ökologisch die beste Alternative.

Wahrheit:

Auf CO kommt’s an: Zahlreiche Studien über die Gefährlichkeit von Brandgasen haben gezeigt, dass die Toxizität fast immer vom Kohlenmonoxyd (CO) ausgeht und dass die CO-Konzentration in den Brandgasen von Styropor geringer ist, als bei natürlichen Baustoffen wie Holz oder Kork. Größter Vorteil von Styropor im Brandfall ist die äußerst geringe Brandlast (98% Luft). Die anderen Bestandteile der Brandgase von Styropor sind daher in den ermittelten Konzentrationen toxikologisch bedeutungslos.

Wichtig in diesem Zusammenhang: Styropor ist „schwer entflammbar” und kann daher nie die Ursache bei der Entstehung eines Brandes sein.

Wahrheit:

Guten Appetit! Wenn Styropor nur im geringsten gesundheitlich bedenklich wäre, würden die Gesundheitsministerien und Lebensmittelämter Europas und der ganzen Welt dann zulassen, dass Lebensmittel direkt in Styropor verpackt und transportiert werden? Ob Eisspezialitäten, Torten, Fleisch oder Fische – alles in Styropor verpackt. Styropor ist für Lebensmittel zugelassen – gibt es einen anderen Dämmstoff mit diesen Voraussetzungen?

Hängt von den Anforderungen ab: Isolierend mit Transportschutz, Mehrweg mit einfachem Handling, hoher Transportschutz und doch leicht und natürlich auch die Optik. Geht alles, fragen Sie uns einfach.

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